• Manchmal ist es einfach kacke

    Ich hatte große Pläne. Ich wollte mal endlich wieder die Abenteurerin Tina sein. Ich wollte mich mal wieder fühlen, als wenn ich das tue, was ich liebe und einfach da raus gehen und verrückte Dinge tun. Dinge, die nicht jeder tun würde. Dinge, die mich lebendig fühlen lassen… ganz einfach ein Abenteuer. Das dachte ich, als ich ganz aufgeregt zugestimmt habt, den Grand Canyon am 3. Mai mit einer Gruppe von Rim zu Rim zu Rim zu rennen.

    Was das bedeutet? Die Läufer unter euch wissen es wahrscheinlich. Es ist DER Lauf, den jeder Läufer mal einmal machen will. Man rennt durch den Grand Canyon (Ja, genau, den großen in Arizona 😉 ) ZWEI MAL! Das heißt von der South Rim runter, einmal quer durch und die North Rim wieder hoch. Und dann, weil es ja so cool war, auch noch den ganzen Weg wieder zurück. Insgesamt sind es ungefähr 75 km und 6000 gerannte Höhenmeter. Es ist ein wahnsinniger Lauf in einer majestätischen Umgebung.

    Grand Canyon

     

    Ich hab mich so gefreut, dass mit meinem Freund Jim und seinen Freunden machen zu können. Jim war derjenige, der mich dazu eingeladen hat. Das wäre einfach nur super gewesen! Endlich konnte ich wieder die Abenteuerin sein. 🙂

    Wir haben gleich mit dem Training losgelegt, uns immer Sonntagsmorgens zu unseren Läufen getroffen, die am Ende sogar 6 Stunden lang waren. Es war einfach nur cool! Ich habe sogar festgestellt, dass da ein kleiner Ultrarunner in meinem Hund steckt. Amy konnte letztendlich bis zu 32 km, Berge hoch und runter mit mir rennen, wenn es nicht zu heiß war. Verrückt, he?

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    Noch nie in meinem Leben bin ich so viele Berge gerannt und ich fühlte mich so stark, ich wollte das wirklich sehr!

    Aber dann passierte dies, wie immer:

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    Und was genau heißt das? Mein IT Band dachte sich, es sollte doch mal unbedingt anfangen, mich tierisch zu nerven. Einfach nur so… Und lasst mich euch sagen, Leute… Das ist echt nicht lustig. Solltet ihr mal einmal das IT Band Syndrom (ITBS) kriegen, werdet ihr es wissen. Alles ist super und dann, wenn es euch trifft, fühlt es sich an, als wenn jemand einen verdammten Schraubenzieher in euer Knie rammt! 🙁 Es ist wirklich schmerzhaft und unglücklicherweise heilt das auch nicht so besonders schnell. Und selbst wenn es innerhalb von sagen wir mal 4 Wochen geheilt hätte, wäre es wohl nicht so besonders schlau gewesen, dann loszuziehen und durch den verdammten Grand Canyon zu rennen. Zusätzlich hat mein Hundesitter mir für das Wochenende auch noch abgesagt und ich konnte einfach keinen Ersatz finden.

    Deshalb musste ich die unglaublich harte Entscheidung treffen, mein Abenteuer zu canceln. Und wieder fühlte ich mich, als wenn… Was soll der Scheiß?!! Das Leben schmeißt mir andauernd monströse Felsen in den Weg. Ich kann einfach nicht haben, was ich will. Nie. Aber naja, so läuft es wohl… Manchmal ist es einfach kacke!

    Das Gute ist… Der Grand Canyon wird wohl nicht wegrennen, deswegen werde ich das auf jeden Fall nächstes Jahr nachholen. Und dann wird mich nichts aufhalten! GAR NICHTS !! 🙂

    Ich wünsche meinen Freunden, die es immer noch im Mai rennen das unglaublichste Abenteuer ihres Lebens und vielleicht werden einige von ihnen davon so begeistert sein, dass sie es nächstes Jahr mit mir rennen! 🙂 🙂

     

    Brecht euch nur NICHT Hals und Beine, meine Freunde !!

     

     

     

     

  • Happy in San Diego

    Da die ganze Welt es ja nun schon macht, und Amerika in diesem Falle mal irgendwie spät ist, hatte ich mich vor 2 Wochen dazu entschieden, diesem Spaß zu folgen.

    Wovon ich spreche?

     

    Na den ganzen Versionen des Songs Happy von Pharrell Williams. Vor 2 Wochen Freitags hatte ich mit Mama telefoniert und irgendwie sind wir auf das Thema Musik gekommen. Da hatte ich sie gefragt, ob sie schon das neue Lied von Pharrell Williams kennt. Ihre Antwort: Neu? Das Lied ist schon alt!

    Hä? Das kann nicht alt sein, ich hab es höchstens erst 3 mal am Radion gehört! Seltsam! Aber dann hatte Mama mir von der Münsteraner Version erzählt. Münster ist die nächstgrößere Stadt von wo ich herkomme. Also hab ich mir Münsters Happy Version mal angeschaut. Ziemlich cool, dachte ich. Und dann habe ich entdeckt, dass die ganze Welt es macht. Sogar Madagaskar und Tahiti haben ihre Versionen, genau so wie sogar Tatooine in Tunesien ihre Star Wars Version hat. Ich war vollkommen begeistert und gleichzeitig geschockt, wie wir hier in den USA davon echt gar nichts mitbekommen haben.

    Naja, ich hab mich dann natürlich gefragt, ob San Diego wohl eine Version hat und hab mal nachgeschaut. Nö, keine da! Warum mach ich dann nicht einfach mal eine?! 🙂

    Dank meines Ex-Freundes kenn ich ja ein paar Leute, die professionelle Kameramänner sind und Eamon ist der erste der mir da in den Sinn gekommen ist, zumal auch, weil er noch in San Diego ist.

    Ich hatte keine Ahnung, ob er wohl für sowas zu haben ist, aber ich dachte, ich frag ihn einfach mal. Seine Antwort: “You set it all up, and I’ll shoot it!” Du bereitest alles vor und ich film es dir! 🙂

    Cool, gesagt getan! Da hab ich doch mal ganz fix ein Facebook Event zusammengezaubert und ein bisschen Überzeugungsarbeit geleistet. Als ich dann innerhalb von einem Tag sogar noch ein Segelboot (Sail Jada) organisieren konnte, auf dem wir filmen durften, fingen die ersten Leute an zuzusagen. Und so nahm alles seinen Lauf. Ich hatte nur eine Woche zum Planen. Schließlich wollte ich ja sicherstellen, dass mir niemand zuvor kommt. 🙂

    Gedreht haben wir am 16. März – 8 Orte in ca 12 Stunden. Es war wirklich anstrengend, hat aber auch sauviel Spaß gemacht. Ich habe meine ersten Erfahrungen im Regie führen gesammelt und war auch mit den ganzen Planungen vollkommen in meinem Element. Das ganze organisieren, koordinieren, Leuten sagen, was sie zu tun und zu lassen haben… Haha… Es war einfach nur toll! 🙂

    Natürlich hab ich mich auch nicht davon abhalten lassen, selbst zu tanzen. Ist ja schließlich mein Video,ne?! 😛

    Ganz zufälligerweise haben wir das Video genau am “International Day of Happiness” veröffentlicht. Echt super passend! Innerhalb von 2 Tagen haben wir es auf sämtliche Facebook, Twitter und Websites von Radio- und Fernsehstationen geschafft. Wir wurden auch 3 mal in den Nachrichten von verschiedenen Sendern erwähnt. Hier der Bericht von dem örtlichen Sender KUSI. Die Blödiane haben es allerdings beinahe vergessen den Regisseur, alias MICH, zu erwähnen. Unglaublich…pfft!

    Naja, hier ist das Ergebnis. Das Video ist echt cool geworden und wir sind ziemlich “Happy” damit! 🙂 Wenn es euch gefällt, teilt es doch bitte! Dankeee!  🙂 🙂

     

    Happy – San Diego Edition

  • Update #1 – Kein Job in Boston, aber ein Umzug um die Ecke

    Wow, ich bin verlässlich, he? 😉 Ich weiß, ich hab versprochen noch an dem Abend meiner Entschuldigung zu schreiben… naja, hat nicht geklappt. Hehe…

    Auf jeden Fall hab ich darüber nachgedacht, wo ich denn wohl am besten mit meinen Updates für euch anfangen kann und das erste ist:

    Im Juli hab ich mich auf eine Position als Office Manager (Geschäftstellenleiterin) mit einer Firma namens Polytec beworben. Die haben ihren Hauptsitz in Irvine, CA nur eine Stunde von hier entfernt, aber der Job war für Hopkinton ausgeschrieben, einer kleinen Stadt in der Nähe von Boston, MA. Jap, die Ostküste. Ich habe es wirklich in Erwägung gezogen an die Ostküste zu ziehen. Der Job klang wirklich interessant und schien gute Möglichkeiten zu bieten, innerhalb der Firma aufzusteigen. Also hab ich mich beworben. Ich hab auch ziemlich schnell eine Antwort bekommen und somit hat alles angefangen. Ich habe mit 4 verschiedenen Leuten innerhalb der Firma an allen möglichen Standorten in den Staaten gesprochen. Dann wurde ich auch zu einem Vorstellungsgespräch am Hauptsitz in Irvine eingeladen. Das Vorstellungsgespräch lief wirklich gut und hat fast zwei Stunden gedauert. Ich habe das Gebäude mit einem richtig guten Gefühl verlassen.

    Zur selben Zeit war der 1-Jahres-Mietvertrag meiner Wohnung abgelaufen. Also haben die von meiner Grundstücksverwaltung gefragt, ob ich die Miete wohl mit einem Vertrag für ein weiteres Jahr erneuern oder, ob ich lieber von Monat-zu-Monat weiter machen wollte. (Das ist in den USA so möglich. Dann kann man quasi jeden Monat ausziehen.) Da ich ja nicht sicher war, was noch passieren würde und es ja auch wirklich vielversprechend mit dem Job in Boston aussah, habe ich mich dazu entschieden, nur noch Monat-zu-Monat zu mieten.

    Naja, Polytec hat mich nach dem Interview für 3 Wochen nicht kontaktiert, noch nicht mal auf meine Emails. Und dann plötzlich an einem Freitagabend habe ich eine Email bekommen, die besagte: Sorry, wir haben uns für jemand Anderes entschieden. Was zum Teufel? Was ist passiert? Ich hab keine Ahnung… und ganz ehrlich, ich hatte mich auch nicht danach gefühlt, da nachzuhaken. Ich war ziemlich enttäuscht. Aber naja… So ist das Leben!

    Also bin ich zu meinem normalen Elend  Alltag zurückgekehrt, in dem ich nach einem neuen Job suche. Naja… eines Tages hab ich dann eine Nachricht von der Grundstücksverwaltung auf meinem Anrufbeantworter gehabt. In der Nachricht, meinte die Frau, sie müsste mal mit mir über einen Brief reden, den sie von der Besitzerin meines Apartments bekommen hatte. Oh man, da hab ich ja das Schlimmste erwartet. Das klang ja ganz und gar nicht gut.

    Und ratet mal?!! Ich hatte recht! Meine Vermieterin hat sich scheinbar von ihrem Mann getrennt und wollte ihre Wohnung zurück haben!!! Sie hat quasi nur darauf gewartet, dass ich die Miete nicht noch einmal für ein Jahr erneuere, denn so konnte sie mich ja auch ganz easy loswerden. Blöde Ziege! Was hieß das also für mich? Ich hatte 60 Tage, um mir eine neue Wohnung zu suchen. SCHON WIEDER!!! Und ich war doch so happy in meinem Studio. Ich hatte mich endlich zuhause gefühlt und sie wollte mich da einfach rausschmeißen? Einfach so? Ich konnte es nicht glauben.

    Naja, da ich eine Person bin, die solche Dinge so schnell wie möglich hinter sich bringen will, habe ich mich direkt auf der Suche nach einer neuen Bude gemacht. Ich habe nichts Ideales gefunden, aber es war einfach. In dem gleichen Komplex, gab es ein DEUTSCHES älteres Ehepaar (ich weiß, welch ein Zufall 🙂 ), das seine Wohnung für ein Jahr vermieten wollte, weil die beiden zurück nach Deutschland gingen. Also hab ich meine Ich-bin-auch-deutsch-Trumpfkarte gezogen und habe die Wohnung bekommen. Es ist wirklich nicht ideal, weil sie die Wohnung nur möbliert vermieten wollten und ich habe ja schließlich auch noch meine Möbel. Aber das Gute war, dass die Wohnung einen kleinen Extraraum (ca. 8 qm groß) hat, den ich quasi als “Lagerraum” benutzen kann. Ich habe es geschafft, die gesamte Einrichtung in diesen Raum zu stellen, was wirklich super ist, da es mir das Geld für einen richtigen Lagerraum spart. Und die Besitzer des Apartments hätten es sowieso nicht gerne gesehen, wenn ich deren Möbel eingelagert hätte. Also, perfekte Lösung. 🙂

    Es ist nur, wisst ihr… Die Wohnung gehört jemand anderes und die werden zurückkommen. Also ist es wieder nicht meins. Ich fühle mich dort nicht zuhause und ich werde schon bald wieder nach etwas neuem suchen müssen. Hoffentlich wird es dann mal endlich etwas dauerhafteres.

  • Ich bitte um Entschuldigung

    Hallo, alle zusammen!

    Ich weiß, ich bin ein schrecklicher Blogger und ich schulde euch mal eine Entschuldigung dafür, dass ich euch nicht über mein Leben auf dem Laufenden gehalten habe, wie ich es sollte.

    Und ich weiß auch, dass ich euch immer wieder erzähle, ich wäre so viel beschäftigt. Aber wisst ihr was, das ist eigentlich noch nicht mal eine Ausrede. Aber ich weiß, ich sollte es trotzdem mal irgendwie zwischendurch schaffen, einen kleinen Bericht zu schreiben, und ich werde das jetzt auch versuchen. Ich habe beschlossen, dass ich jetzt öfter schreibe, aber dafür in kleinen Posts. Einverstanden?

    Da so viel passiert ist, sei meinem letzten Bericht vor ein paar Monaten, werde ich euch mit ein paar kommenden Posts wieder auf den neusten Stand bringen. Ich muss das in mehreren Etappen machen, da ich sonst einen buch-langen Post schreiben würde.

    Oh und ich sollte dann auch mal anfangen, meinen Blog zu reparieren, he? Warum hab ich noch mal gedacht, es wäre eine gute Idee, das Motiv und Layout in so einer busy Zeit zu ändern??!?! Keine Ahnung! 😛

     

    Naja, den ersten Post könnt ihr dann hoffentlich heute abend erwarten. Bis dahin, wünsche ich einen schönen Tag!

  • 4. Juli – Langes Wochenende

    Juppi, juppi, jeah… Ich hatte seit eeeeewigen Zeiten mal wieder ein langes Wochenende! 🙂

    Man war das schön! Ich habe es echt mehr als genossen. Am 4. Juli wird in den USA ja bekanntlich der Unabhängigkeitstag gefeiert. Und natürlich wird das immer mit einer großen Party verbunden. Aber ich habe den 4. Juli erstmal dazu genutzt mal wieder fleißig zu rennen! 🙂 Hehe… Ja, ich weiß “ich bin doch verrückt”! 😉 Aber ob ihr’s glaubt oder nicht, das Rennen macht mein Leben einfach schöner. Wenn ich renne, bin ich happy!

    Auf Coronado Island gab es das “Coronado Independence Day 15k and 5k” Rennen. Ich habe den 15km-Lauf und gemacht und Gaby hat die 5km in Angriff genommen. Nachdem Gaby mich den Marathon hat laufen sehen, ist sie vollkommen inspiriert und wollte auch das Rennen anfangen. Somit hab ich ihr angeboten, zu helfen und hab vorgeschlagen, dass sie dieses Rennen mit mir macht. Sie hat sich ziemlich gut geschlagen, muss ich zugeben. Wir haben erst vor ein paar Wochen angefangen mit dem Training, und Gaby hat vorher noch nie gerannt. Das Rennen hat sie in 45 Minuten gemeistert! Echt nicht schlecht!

    Naja, ich dagegen war nicht ganz so schnell, wie ich gehofft hatte. Meine gewünschte Zielzeit war 1:20:00, geschafft hab ich’s in 1:26:38. Naja, wenigstens nah dran. Ich muss dabei aber auch sagen, dass es ziemlich schwül für San-Diego-Verhältnisse war und die hatten nur jede zweite Meile eine Wasserstation. Mein Körper hat die ganze Zeit nach Wasser geschrien. 2 Meilen können echt ganz schön lang sein, wenn man Durst hat.

    Am Ende hab ich trotz des Dursts noch mal gut Gas gegeben und hab mich dann nach dem Rennen erstmal mit 3 Bechern Wasser und einer hochroten Birne auf den Rasen gesetzt. Trotz alledem war es ein gutes Rennen, Gaby hatte ihren Spaß und ich hab mich sportlich betätigt, bevor ich zu der BBQ/Pool Party gegangen bin, zu der ich eingeladen war.

     

                

     

    Das Wetter war nachmittags richtig schön. Somit war das Grillen und Pool-genießen mit guten Freunden einfach nur wunderbar. Wir hatten viel Spaß, haben viel rumgealbert und die Leute haben sich über mein Veganer-Dasein lustig gemacht. Jap, ein absolut vollkommener Tag! 🙂

    Den ganzen Rest des Wochenendes habe ich endlich mal ein paar Dinge erledigt, die schon seit Ewigkeiten liegen geblieben sind und habe ein paar gute, lange Spaziergänge mit Amy genossen. Kann das nicht jedes Wochenende so sein? Ich könnte mich definitiv an eine 3-Tage-Arbeitswoche gewöhnen! 😛