• 5 Jahre… gingen so schnell vorbei

    Dieser Eintrag ist schon wieder eine Weile überfällig, aber einfach überspringen wollte ich den dann doch nicht. Dafür ist er zu wichtig.

    Am 28.09.2014 war er da – der für mich magische Tag. Vor meiner Auswanderung habe ich mir immer vorgenommen, dass egal wie hart es wird, ich werde mir 5 Jahre geben. 5 Jahre bevor ich aufgebe, 5 Jahre, die ich kämpfen werde. Wir ihr ja alle mitbekommen habt, waren es auch 5 Jahre kämpfen. Ich muss zugeben, es war wirklich keine einfache Zeit.

    Zwischendurch habe ich mich noch immer wieder daran erinnern müssen, dass ich es 5 Jahre aushalten werde. Ich habe mir dann immer wieder gesagt: Tina, wenn du nach 5 Jahren keinen positiven Ausblick auf die Zukunft hast, dann schnapp dir die Staatsbürgerschaft und gehe erstmal wieder nach Hause. Ich wollte ja noch nicht mal, dass alles perfekt ist. Ich wollte einfach nur wissen, sehen und fühlen, dass es in Zukunft besser wird.

    Interessanterweise hat sich im letzten Jahr alles gewendet. Es war garantiert nicht das magische Superjahr (Schwierigkeiten kommen einem ja sicherlich immer noch in den Weg), aber so ganz langsam, Schritt für Schritt hat sich alles zum guten gewendet. Und dann plötzlich war er da: DER STICHTAG!

    Der 28.09. war ein Tag wie jeder andere und ich habe gar nicht richtig bemerkt, was für ein Tag es ist. Nachmittags habe ich mich dann daran gemacht, für die Tiefkühltruhe vorzukochen. (Ich mache das immer ganz gerne mit Dingen wie Reis, Quinoa und Pasta. Das spart einem ganz schön viel Zeit) Als ich dann dabei war, alles in kleinen Gefrierbeuteln abzufüllen und ich zum 20. Mal das Datum darauf geschrieben hatte, hat es plötzlich “KLICK” gemacht.

    28.09.2014

     

    Verdammt, es ist der 28.09. – heute vor 5 Jahren bin ich alleine mit dem Hund in ein Flugzeug One Way nach San Diego gestiegen und habe den ersten Schritt des Wegs in mein neues Leben getan. Plötzlich habe ich mich ganz seltsam gefühlt. Ein bisschen nostalgisch wird man dann ja doch wohl. 🙂

    5 Years ago at Duesseldorf Airport

     

    Aber weiter drüber nachgedacht, habe ich dann erst nicht. Bis es mir abends in Ruhe dann auf der Couch bewusst geworden ist. Mit all den Schwierigkeiten in den letzten Jahren, hatte ich schon fast angenommen, dass ich Amerika wieder verlassen würde nach 5 Jahren. Aber nun sitz hier hier und alles was ich denken kann ist: Ich freue mich auf die Zukunft! 🙂

    Ich habe wunderbare Freunde gefunden, habe mein Hobby das Laufen zur Leidenschaft gemacht, und jetzt werde ich mit meiner neuen besten “amerikanischen” Freundin (nur, um klarzustellen, dass meine deutschen besten Freundinnen nicht ersetzbar sind! 🙂 ) mein eigenes Unternehmen aufbauen. Ich wollte schon immer meine eigene Firma haben und jetzt wird das passieren. Ich kann noch gar nicht wieder nach Hause. Wie bekloppt wäre ich denn, wenn ich jetzt einfach gehen würde?!

    2014 Soccer World Cup   My new best friend Jessie Love my friends

     

     

     

     

     

     

     

    Nein, mein Leben hier ist toll, ich bin sehr glücklich und meine Abenteuer sind noch lange nicht zu Ende!!

    5 Jahre, Tina! 5 Jahre – Das ist gerade erst der Anfang!! 

     

    Running is my big passion   1493533_10201728644231623_582768098_o (3)208457_4925004836713_1115488027_n
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  • Interview mit Modern Magazine

    Meine liebe Freundin Evelin schreibt ebenfalls einen Blog. Auf Modern Hippie erzählt sie von ihren zahlreichen Reisen und verrät ihren Lesern hilfreiche Tipps und Tricks rund ums Thema Reisen.

     

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    Jetzt bin ich sogar Teil von Evelin’s Blog, denn sie hat dort ein Interview mit mir veröffentlicht. Dieses Interview ist quasi eine kurze Zusammenfassung meiner Auswanderung und stellt ein bisschen dar, was ich schon geschafft habe, welche Schwierigkeiten ich in den letzten Jahren hatte und was meine Zukunftspläne sind.

    Wer Interesse an diesem Interview hat, kann es hier finden!

    Viel Spaß beim Lesen!! 🙂

  • Im Herzen… Deutsche? Amerikanerin?

    Am Wochenende hat mich jemand gefragt, ob ich jemals FÜR Amerika sprechen würde. Ob ich denke, dass ich jemals dieses Land verteidigen werde.

    Gefragt wurde ich das, weil ich natürlich immer mal wieder, hier und da, bestimmte Dinge in Amerika mit Dinge in Deutschland vergleiche. Dieser jemand fühlt sich aber dadurch beleidigt und findet, dass ich konsequent alles in und an Amerika schlecht finde. Das ist natürlich nicht so! Ich bin in dieses Land gezogen und habe meines und meine gesamte Familie und Freunde dafür aufgegeben. Wenn das nicht alles bedeutet!?!

    Ich finde viele Dinge toll an diesem Land, aber ich habe auch die guten Sachen in Deutschland nicht vergessen. Und hin und wieder, ganz speziell wenn ich meine Familie und Freunde vermisse, fallen mir die Nachteile der USA bzw. die Vorteile von Deutschland wieder mehr auf. Beide Länder haben ihre Vor- aber auch ihre Nachteile. Das ist nunmal so! Und ich denke auch, dass ich nicht alles an diesem Land wunderbar finden muss.

    Meine Antwort war also – ganz ehrlich: Ich glaube nicht! Ich glaube nicht, dass ich mich jemals als Amerikaner fühlen werde. Unabhängig davon wie sehr ich dieses Land mag und schätze.

    Aber wer weiß, vielleicht liege ich da ja auch vollkommen falsch. Vielleicht werde ich einmal so denken… bis jetzt ist es nur noch nicht der Fall.

    Mich würde aber interessieren wie andere Auswanderer das so erleben bzw. erlebt haben. Haben sich welche von euch so sehr an ein Land gewöhnen können, dass man sich nach gewisser Zeit nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Herzen als “Landsmann/-frau” fühlt

  • Antrag ausfüllen…was für ein Scheiß-Job

    So, nach dem die Freude dann erstmal ein wenig abgeklungen war…heißt es: Antrag ausfüllen. Schließlich hat das Kentucky Consular Center genügend Zettel mitgeschickt, die wohlüberlegt ausgefüllt werden müssen. Da hab ich mir doch besser erstmal Kopien gemacht und diese sozusagen vorausgefüllt. Man will ja nichts falsch machen…schließlich geht es ja um die GreenCard!

    Man oh man…was die für Fragen stellen können. Hab ich vor Prostitution oder Polygamie zu betreiben?? Wie sieht’s mit nem Attentat auf den Präsidenten aus?? Klar, wenn ich sowas vorhabe, sag ich euch sicherlich bescheid  🙂  Aber nun ja, füllen wir mal alles brav mit “Nein” aus! Würde sonst wohl nix werden, mit der Einreise in die USA…

    Ok, Dokumente ausgefüllt, Passfoto gemacht und ab damit in die Post! Ab jetzt heißt es nur noch WARTEN…