• Im Herzen… Deutsche? Amerikanerin?

    Am Wochenende hat mich jemand gefragt, ob ich jemals FÜR Amerika sprechen würde. Ob ich denke, dass ich jemals dieses Land verteidigen werde.

    Gefragt wurde ich das, weil ich natürlich immer mal wieder, hier und da, bestimmte Dinge in Amerika mit Dinge in Deutschland vergleiche. Dieser jemand fühlt sich aber dadurch beleidigt und findet, dass ich konsequent alles in und an Amerika schlecht finde. Das ist natürlich nicht so! Ich bin in dieses Land gezogen und habe meines und meine gesamte Familie und Freunde dafür aufgegeben. Wenn das nicht alles bedeutet!?!

    Ich finde viele Dinge toll an diesem Land, aber ich habe auch die guten Sachen in Deutschland nicht vergessen. Und hin und wieder, ganz speziell wenn ich meine Familie und Freunde vermisse, fallen mir die Nachteile der USA bzw. die Vorteile von Deutschland wieder mehr auf. Beide Länder haben ihre Vor- aber auch ihre Nachteile. Das ist nunmal so! Und ich denke auch, dass ich nicht alles an diesem Land wunderbar finden muss.

    Meine Antwort war also – ganz ehrlich: Ich glaube nicht! Ich glaube nicht, dass ich mich jemals als Amerikaner fühlen werde. Unabhängig davon wie sehr ich dieses Land mag und schätze.

    Aber wer weiß, vielleicht liege ich da ja auch vollkommen falsch. Vielleicht werde ich einmal so denken… bis jetzt ist es nur noch nicht der Fall.

    Mich würde aber interessieren wie andere Auswanderer das so erleben bzw. erlebt haben. Haben sich welche von euch so sehr an ein Land gewöhnen können, dass man sich nach gewisser Zeit nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Herzen als “Landsmann/-frau” fühlt

  • Liebe Grüße aus Deutschland!

    Hey, ich befürchte ich schulde euch allen mal wieder einen kleinen Status-Update.  Hier ist er also: Ihr habt echt keine Ahnung, was in meinem Leben mal wieder so los ist. Natürlich mit dem perfektesten Timing überhaupt, wurde mir am Dienstagabend in mein Auto eingebrochen (Scheibe eingeschlagen) und meine Handtasche geklaut. Es war alles drin, Kreditkarten, Scheckbuch, Führerschein (sowohl der deutsche, als auch der Amerikanische), deutscher Ausweis und das Schlimmste: mein teures neues Handy!  Verkneift es euch! Ich will gar nicht hören, dass man seine Handtasche ja auch nicht im Auto liegen lässt. Ich weiss, aber ich hab da einfach nicht mit gerechnet. Ich war nur kurz auf Fiesta Island spazieren und es waren viele Leute da. Das krasseste ist: Durch mein Online-Konto von T-Mobile konnte ich sehen, wann die Diebe mein Telefon benutzt haben. Und es wurde bereits fünf Minuten nachdem ich geparkt hatte benutzt. Das heisst die haben quasi nur darauf gewartet, bis ich außer Sichtweite war. Naja, somit hatte ich Dienstagabend und Mittwoch den ganzen Tag soviel zu rennen, alles sperren, neu bestellen und und und. Echt ätzend…und die Polizei kümmert sich einen Scheiß! Dann am Mittwochabend musste ich noch die Amy nach Irvine bringen, zu Herbert meinem Hundesitter des Vertrauens!  Ich musste dafür zwar ne Stunde fahren, aber das ist mir echt egal. Bei Herbert weiss ich wenigstens, dass Amy in guten Händen ist und er kennt Amy und weiss, dass sie ein bisschen schwierig ist. Um 10 Uhr war ich dann also wieder zu Hause. Und dann musste ich noch packen, weil ich ja davor wegen dem ganzen Handtaschen-Stress nix gebacken gekriegt hab. Geschlafen habe ich dann im Endeffekt nur 5 Stunden, da wir schon wieder ziemlich früh rausmussten.

    Um 4.30 Uhr hieß es dann “raus aus den Federn”. Um viertel vor 8 ging der Flug gen Heimat. Langer Flug, viel zu enge Sitze (Delta sucks  )…blöde Reise. Schwerst genervt und mit 2 Stunden Verspätung kamen wir dann am Freitagmorgen in Düsseldorf an. Den ganzen Freitag habe ich durchgezogen. Ich bin nicht schlafen gegangen, damit ich gar nicht erst in einen Jetlag reinfalle. War ein echt anstrengender Tag und meine Familie musste wirklich ein bisschen Geduld mit der meckernden Tina beweisen. Aber es war eine gute Idee. Ich hab wirklich keinen Jetlag.

    Wieder zu Hause zu sein, war am Anfang wirklich komisch, total überwältigend und ich konnte nicht wirklich sagen, ob ich darüber happy war oder traurig. Ich hab mich aber schnell wieder an zu Hause gewöhnt und ich muss sagen, ich finde es schöner und schöner! 

    Ich hab ganz vergessen, wie grün es hier ist. Deutschland ist doch eigentlich richtig schön. Und dann die Familie wieder sehen, und meine Freunde… ich freue mich gerade wirklich, dass ich mal wieder die Gelegenheit habe, etwas Zeit mit denen zu verbringen. Ich hab die doch echt alle ganz schön vermisst.

    Aber eins weiss ich durch diese Reise nun auch: Ich fühle mich in San Diego zu Hause!