• Marathon-Training

    Man, man, man… ich sag euch eins: Ich hab so viel zu tun! Das ist einfach unglaublich!

    Mein Marathon-Training nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch. Im Moment renne ich 30 Meilen in der Woche – das sind knapp 50 km. Und ihr könnt euch mit Sicherheit vorstellen, dass das dauert. 🙂 Mein Plan für diese Woche sieht so aus:

     

    Dienstag: 5 Meilen (8 km)

    Donnerstag: 7 Meilen (11 km)

    Freitag: 5 Meilen (8 km)

    Sonntag: 16 Meilen (26 km)

     

    Ich mache es immer noch gerne und mein Plan, den Marathon zu laufen steht auch immer noch. Ich muss aber schon zugeben, dass man zwischendurch gegen ein paar Wände rennt. Gerade erst am Montag hatte ich ein kleines Motivationstief.

    Ich bin am Sonntag 15 Meilen gerannt, was bei mir übrigens 2,5 Stunden dauert, und am Montagmorgen tat mir wirklich alles weh. Ich kämpfe auch schon seit ein paar Wochen mit einer (in Englisch) Posterior Tibialis Tendonitis. Das ist eine Entzündung der Posterior Tibialis Sehne, die unterm Spann im Fuß endet. Es ziept doch manchmal ganz schön, muss ich zugeben. Das bedeutet dann jetzt für mich noch mehr stretchen als schon vorher, alles gut kühlen nach dem Laufen, Waden und Füße regelmäßig gut durchmassieren und wenn es ganz schlimm ist muss ich mal zu Ibuprofen greifen. Ist natürlich nicht so ganz ideal, aber was soll man machen?!

    Ich hab mir diesen Plan in den Kopf gesetzt, also will ich auch alles tun, um ihn zu verwirklichen. Am Montag war ich noch mal bei meinem Chiropraktiker, da ich seit letzter Woche auch wieder ein bisschen Rückenschmerzen habe. Ich muss allerdings sagen, dass mein Rücken mir fast am wenigsten Probleme bereitet. Und was hab ich mir doch vorher Sorgen darum gemacht. Hätte ich da mal gewusst, dass mir stattdessen alles andere weh tun würde. 😐

    Mein Chiropraktiker hat mich am Montagmorgen dann aber wieder aus meinem kleinen Loch geholt. Ich dachte ja: Wer weiß, vielleicht ist 15 Meilen alles, was dein Körper hergeben kann. Vielleicht musst du dich einfach damit abfinden.

    Aber der liebe Dr. Paul erklärte mir dann nur, dass ich mich mal nicht wundern sollte, dass mir bei solchen Distanzen alles wehtut. Jedem Athleten würden die Muskeln und Gelenke schmerzen. Das ist ganz normal und mit der richtigen Pflege wird man diese kleinen Auas auch überstehen.

    Tadaaa… Motivation wieder hergestellt! Danke Dr. Paul! 🙂

     

    Nächstes Wochenende findet schon der 200-Meilen-Staffellauf Ragnar statt. Oh man… da bin ich doch wohl ziemlich gespannt drauf. Am Freitagmorgen um 9.00 geht’s los in Los Angeles und wir werden wahrscheinlich so gegen Samstagmittag in San Diego ankommen. Hoffentlich wird mich das nicht killen. 🙂

    Ich halte euch auf dem Laufenden und ich werde auch mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit meine Kamera mitnehmen und ein paar coole Fotos schießen!

     

    Das ist die Ragnar-Strecke:

     

  • Deutscher Besuch aus Kanada!

    Die letzte Woche war mal wieder richtig schön. Meine liebe Freundin Nadine ist aus Kanada herunter nach San Diego gekommen. Nadine macht gerade ein Jahr Work and Travel in Kanada und da der Flug von Vancouver nach San Diego gerade mal 3 Stunden dauert, hat sie es auch endlich mal hier her geschafft. Am 18. September hab ich sie am Flughafen abgeholt und wir hatten eine wunderbare Woche zusammen.

    Leider war ich nicht in der Lage mir die Woche freizunehmen, aber während ich arbeiten musste hat Nadine sich einfach auf ein bisschen Sightseeing begeben. Mit meinem Auto war sie da auch ein wenig flexibler. Am Wochenende sind wir erst nach Sycamore Canyon gefahren und haben einen kleinen Hike unternommen. Echt cool da! Wir hatten zwar nicht so ganz besonders viel Zeit, aber wir haben es genossen.

            

     

    Danach sind wir dann nach LA gefahren und sind zusammen mit Denny und seinem Freund Frank noch einmal zum Oktoberfest ins Alpine Village gefahren. Ich dachte, Nadine würde das bestimmt sehr lustig finden. Und ich hatte recht! 🙂

    Es war wirklich lustig. Wir waren alle ganz gut betrunken und haben einen riesen Spaß gehabt, haben deutsche Lieder gesungen, kräftig geschunkelt und getanzt. Gegen Mitternacht ist der ganze Spaß allerdings schon wieder vorbei. Die schließen dann nämlich schon. Aber naja, wie gesagt, wir hatten alle gut einen im Kahn und waren definitiv ready nach Hause zu gehen. 🙂

    Der Sonntag war dann ganz entspannt. War ja klar, wir mussten alle unseren Rausch ausschlafen und unseren Kater kurieren.

    Heute morgen hab ich Nadine schon wieder zum Flughafen gebracht. Schade, wie schnell so eine Woche doch vorbei geht. Ich hoffe echt, dass es diesmal nicht wieder zwei Jahre dauert, bis wir uns wieder sehen! Ich vermiss dich jetzt schon, Nadine!

  • Wanderung zum Cedar Creek-Wasserfall

    Letzten Sonntag haben wir eine richtig coole Wanderung zu einem Wasserfall in Ramona, CA gemacht. Genannt wird der Cedar Creek Falls. Zuerst hatten wir es nur unter uns, ein paar Sony-Leuten samt Anhang geplant, also so ungefähr mit sechs Leuten. Aber am Samstagabend waren Denny (der übrigens über’s Wochenende hier war) und ich bei meinen alten Mitbewohnern zu Besuch und haben dann gehört, dass die auch Wanderpläne für den nächsten Tag hatten. Also haben wir uns gedacht, tun wir uns doch einfach alle zusammen und machen einen gemeinsamen Hiking-Trip daraus. Am Ende waren wir dann ungefähr 17-Mann-Gruppe.

    Getroffen haben wir uns am nächsten Morgen alle um 9 Uhr auf dem Sony Parkplatz und von da aus ging es dann gemeinsam los in Richtung Ramona. Man oh man, die Gegend da ist echt gigantisch. Alles ist umringt von Bergen! 🙂 Naja, der Weg zu dem Wasserfall war bergab und gar nicht so schwierig zu meistern. Es war gar nicht so steil wie ich erwartet hatte und so waren wir innerhalb von einer Stunde (ok plus eine Pause) da. Javier und ich haben auch die Hunde mitgenommen, die sich wirklich super geschlagen haben. Ich hatte erst wohl ein bisschen Sorge, dass Amy vielleicht nicht in der Lage wäre mit der Hitze umzugehen. Aber im Endeffekt war es gar nicht so heiß und es fließt noch so viel Wasser durch die Berge, dass die Hunde und auch wir, genug Chancen hatten uns abzukühlen. Ich glaube eigentlich mehr, dass Amy den ganzen Tag tierisch genossen hat. Ich mein, besser kann es für sie ja gar nicht laufen. Den ganzen Tag unterwegs in der Natur und dann auch noch mit schwimmen! 🙂

    Naja, der Wasserfall war einfach richtig cool! Ist doch verrückt, dass man sowas in mitten einer Wüste vorfinden kann. Unter dem Wasserfall hat sich ein Becken voll mit dem wunderbar klaren und auch EISKALTEM Wasser angesammelt. Ich bin aber dennoch rein gegangen. Ich dachte, wenn ich schon mal den ganzen Aufwand betreibe, um zu dem Wasserfall zu gelangen, dann muss ich da auch schwimmen gehen. Hui…war das kalt! Ich hab so stark geatmet, dass ich gedacht habe, ich werde gleich hyperventilieren! 🙂

    Nee, nicht wirklich! Aber alle die mich kennen, wissen, dass ich kaltes Wasser hasse! Ich meine, HALLO? …ich bin noch nicht einmal hier im Pazifik gewesen, weil der mir zu kalt ist…und ich wohne hier! 🙂 Egal, da bin ich reingegangen und zwar mit Amy! Die hatte auch ihren Spaß…

    Andere Leute sind von den Klippen oder mit einem Seil, dass an einem Baum befestigt war, ins Wasser gesprungen oder einfach nur geschwommen. Wieder andere, ganz DUMME Leute, sind ungefähr bis zur Hälfte hochgeklettert und dann ins Wasser gesprungen. Also wir reden hier von einem Sprung in ca. 3 -4 Meter tiefes Wasser aus ungefähr 15 m Höhe! Voll bescheuert…da sind auch überall Felsen in dem Wasser! Naja, dumme Leute kann man nicht aufhalten. Und wenn dann was passiert? Was soll ich sagen, dann nennt man das wohl “natürliche Selektion” (zumindest sagt Denny das immer ;))

    Wir genossen alle eine echt coole Zeit da unten und nach ca. 2,5 Stunden haben wir uns wieder auf den Weg nach oben gemacht. Ja, nach oben. Das hat natürlich ein wenig länger gedauert. Es war aber auch heißer und wir haben mehr Pausen gemacht. Eine davon war übrigens aus dem Grund, dass wir einen Helikopter in Richtung Wasserfall haben fliegen sehen…wovon haben wir noch gerade gesprochen, natürliche Selektion?? Jap,würd ich sagen! 🙂

    Jedenfalls haben wir es alle sicher nach oben geschafft, aber auch müde und suuuper durstig! Trotzdem vollkommen zufrieden! Wir hatten echt super viel Spaß und eine tolle Zeit mit großartigen Freunden in einer traumhaften Kulisse! Das schreit doch definitiv nach einer “Zugabe”! 🙂

     

     

    

     

  • Yeah!!! Ich hab gewonnen…

    Der 20.05.2008 war wohl der hammergeilste Tag bis jetzt in meinem Leben. Nach 4 Jahren Teilnahme an der GreenCard-Lottery hab ich doch tatsächlich gewonnen!

    Ich habe wie jeden Tag die Post aus dem Briefkasten geholt, bin in die Wohnung gegangen und hab sie dort auf den Küchentisch gelegt und einmal grob durchgeschaut. Ach ein Schreiben von American Dream…das ist bestimmt nur wieder diese Teilnahme-Bestätigung… STOP! Das ist ein großer Umschlag!!! Du hattest noch nie einen großen Umschlag! 🙂 Ich riss den Umschlag auf und was sah ich??

    “Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen! Ich bin wie eine Irre schreiend und hüpfend durch die Wohnung gesprungen. Mein Hund “Amy” hat die Welt nicht mehr verstanden…”Was veranstaltet die da? Ach scheiß drauf sieht lustig aus…da mach ich doch einfach mal mit!” 🙂 Und so sind Amy und ich zusammen durch die Bude gejumpt.

    Aber die erste Handlung dann, war Mama anrufen. Ich konnte kaum sprechen, so außer Atem war ich. Ich wusste gar nicht, ob ich heulen, scheien, lachen oder sonst was machen sollte. Mama konnte es auch kaum glauben, aber sie hat sich richtig mit mir gefreut. Also diesen Tag werd ich so schnell wohl nicht vergessen…